Wie sieht die Elternvertretung in der Kindertagesstätte aus?

Nach dem Gesetz unterscheidet man in den Kindertagesstätten nach Einrichtungen über oder unter 45 Kindern.

Was sind die unterschiede?

Bei Einrichtungen unter 45 Kindern gibt es nicht so viele Gremien. Genau gesehen eigentlich nur eines, die Elternversammlung. In der sind alle Eltern der Einrichtung zusammen gefasst und aus deren Mitte wird dann der Hauptelternvertreter und sein Stellvertreter gewählt. Zusätzlich wählt man einen Vertreter für den zuständigen Bezirkselternausschuss (BEA-Kita). In diesem Gremium haben Einrichtungen unter 45 Kinder jedoch nur eine Beratenden Stimme, das ist nicht unbedingt schön, aber vom Gesetztgeber zur Zeit so festgeschrieben. Des Weiteren können Eltern einen Elternbeirat fordern, so denn der Träger mehr als eine Einrichtung unterhält. Dafür wäre dann ein Vertreter je Einrichtung zu wählen. 

Bei Einrichtungen über 45 kindern wird es dann schon etwas aufwendiger. Dort gibt es nicht die Elternversammlung, sondern den Eltern-Ausschuss, den Kita-Ausschuss, wenn von Eltern gewünscht ebenfalls einen Elternbeirat und die gewählten BEA-Kitavertreter. Genau soll das heißen, das hier die Elternversammlung durch den Eltern-Ausschuss ersetz wird. Ferner sind darin nicht alle Eltern der Einrichtung, sondern die gewählten Gruppenelternvertreter. Dort wird eine Hauptelternvertretung nicht extra vorgeschrieben. Aus eigener Erfahrung halte ich es aber für empfehlenswert eine solche zu wählen.  Des Weiteren ist der Kita-Ausschuss paritätisch (zu gleichen Teilen) mit Eltern und Erziehern zu besetzen. Zusätzlich gibt es im Kita-Ausschuss den Trägervertreter, das wird in der Regel durch die Kita-Leitung passieren, das ist aber nicht zwingend und kann von Träger zu Träger anders gehandhabt werden. Zum Elternbeirat wird auch in großen Einrichtungen nur ein Vertreter vorgeschrieben und gewählt. Für den Bezirkselternausschuss werden aus dem Eltern-Ausschuss zwei Vertreter (Haupt- und Stellvertreter) gewählt.